Start / Handarbeit / Charly XVIII. (R.I.P.)

Charly XVIII. (R.I.P.)

Ich sagte ja, Fehler gehören dazu:

Der 18. Versuch war tatsächich ein Fehlschlag. Ich habe Sockenwolle benutzt und wollte einen recht dichten Schal mit einem 60er-Kamm erzeugen. Ich machte zwei Fehler: Ich zog die Kette zu stramm und ich benutzte einen absolut neuen Kamm.

Das Ergebnis: Der Kamm hat, wenn er ganz neu ist, sehr scharfe Kannten. Ich rieb das Kettgarn auf. Nach ein paar Schüssen riffelten die ersten Kettfäden auf, bis einige schließlich rissen. Ich brach das erste Mal ein Projekt ab, ohne dass ein Ergebnis zustande kam.

ABER: Ich habe daraus gelernt: Gatterkämme haben anfangs scharfe Kannten. Die Kannten der Löcher werden im Laufe der Zeit gebrochen und sind dann auch für empfindlichere Wolle geeignet. Darüber hinaus merkte ich, was passiert, wenn man beim Weben die Kette zu sehr anspannt. Gerade bei elastischer Wolle ist das sehr verführerisch, weil die es alles immer schön „ordentlich“ aussieht. Aber das Endprodukt würde trotz Elastizität sehr fest und störrisch werden. Also: Locker bleiben!

Markiert: