Viele Notebooks von Kunden oder Freunden erhalten nun häufig die Meldung, dass sie nicht für Windows 11 qualifiziert sind. Das Problem: Häufig sind die Benutzer noch mit der Leistung ihrer Hardware voll zufrieden und ärgern sich entsprechend. Einerseits kann man sich nun den Support erkaufen oder aber bestimmte Windows-11-Images installieren, die die Installation trotz der angeblichen Inkompatiblität durchführen. Für Einige bot sich daher die Gelegenheit, einen Neustart zu wagen.
Muss man für Linux nicht Profi oder zumindest Nerd sein?
Die Zeiten sind längst vorbei. Es stimmt: Linux ist nach wie vor ein Steckenpferd von Nerds. Das liegt aber daran, dass man unter Linux mehr Kontrolle über das System haben kann als es unter Mac und Windows möglich oder üblich ist. Das heißt aber nicht, dass man diese Kontrolle auch ausführen muss.
In den letzten Jahren haben die Linux-Distributoren enorm daran gearbeitet, dass man für die Installation kein Informatik-Studium mehr braucht. Im Gegenteil: Häufig ist die Installation von Linux-Systemen sogar deutlich einfacher, als es bei Windows der Fall ist. Der Grund: Windows baut mittlerweile sehr stark auf dem Microsoft-Account auf. Bei den Linux-System gibt es auch einige Herausgeber, die kostenpflichtige bzw. accountgebundene Services anbieten. Jedoch funktioniert nahezu jedes System auch ohne jegliche Registrierung.
Auf meinem HP Elitebook 840 G3, Baujahr 2016, habe ich mit Linux Mint ausgestattet. Geprüft habe ich das mit einem USB-Live-Stick, von welchem aus man Linux starten kann, ohne es zu installieren. Das gesamte System wird in den Arbeitsspeicher geladen und dort befinden sich dann auch virtuelle Dateisysteme (wie der Desktop) auf welchem man scheinbar Dateien speichern kann. Diese sind flüchtig und werden beim nächsten Systemstart (= leeren des Arbeitsspeichers) gelöscht. Also die perfekte Umgebung, um das System ausgiebig zu testen. Ich habe die Hardware kontrolliert, Grafik und Sound ausgetestet, verschiedene Hardware (Scanner, Kartenleser, etc.) angesteckt und getestet und siehe da: Sogar die Ausweis-App funktioniert, sodass die Anmeldung via BUND-ID funktioniert. Das war mehr, als ich erwartet habe.
Natürlich muss man ggfs. nach Alternativen suchen. Beispielsweise lohnt sich der Umstieg von Microsoft Office auf LibreOffice und auch der Gang von Outlook zu Thunderbird unter Linux besonders. Beide Umstiege machen aus meiner Sicht auch unter Windows / Mac durchaus Sinn.
Hat man sich an diese neuen Programme vielleicht vorher schon unter Windows gewöhnt, steht dem Umstieg auf Linux im Grunde nichts mehr im Wege. Ich selbst bin immer wieder begeistert, wie positiv sich eine Linux-Sitzung auf die Akkulaufzeit auswirkt, da nur Dienste und Treiber gestartet werden, die auch wirklich gebraucht werden. Sieht man bei Windows in die Liste der laufenden Prozesse, verwundert es nicht, dass sogar im Leerlaufbetrieb sehr viel Akkulaufzeit benötigt wird.












