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Mein altes MacBook Air kann kein MS-Office (mehr)

Vorweg: Ich benutze ein 11 Jahre altes MacBook Air und weiß, es ist in die Jahre gekommen. Es ist natürlich nicht mein primäres Gerät, doch als sekundäres Mitnahme-Gerät schätze ich es nach wie vor sehr. Der Akku hält nach wie vor viele Stunden und die reale Farbwiedergabe ist bei Erstellung von Vorlagen, die für den Druck gedacht sind, enorm von Vorteil. Ich besitze ein Abo für Microsoft 365. Das lässt die Aktivierung der Office-Komponenten auf bis zu fünf Endgeräten zu. Eines dieser Geräte war bislang mein altes MacBook Air.

Am 28.05.2026 erhielt ich von Microsoft folgende Mail:

Wir möchten Sie über eine Änderung bei Microsoft 365 auf einem Ihrer macOS‑Geräte informieren. Ab dem 13. Juli 2026 ist ein Sicherheitszertifikat‑Update erforderlich, um Microsoft 365‑ und Office‑Apps auf dem neuesten Stand zu halten. Auf Geräten, die dieses Update nicht unterstützen, wechseln Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote in den schreibgeschützten Modus. Sie können weiterhin alle Ihre Dateien öffnen und anzeigen, das Bearbeiten und Speichern ist auf diesem Gerät jedoch nicht möglich. Ihre Dateien sind sicher. Unseren Unterlagen zufolge kann auf einem der mit Ihrem Konto verknüpften macOS‑Geräte macOS 12 (Monterey) oder höher nicht ausgeführt werden. Das bedeutet, dass Ihr Gerät ab dem 13. Juli Microsoft 365‑Apps nicht mehr vollständig unterstützen kann. Ihr Abonnement ist aktiv, Ihr Konto bleibt unverändert und alle in OneDrive gespeicherten Inhalte sind weiterhin verfügbar. Gehen Sie einfach folgendermaßen vor:
Nutzen Sie die kostenlosen Microsoft 365‑Web‑Apps. Öffnen Sie Word, Excel und PowerPoint in einem beliebigen Browser auf einem beliebigen Gerät – beispielsweise auf Ihrem derzeitigen Gerät. Es ist weder ein Download noch eine Einrichtung erforderlich. Wenn Ihre Dateien in OneDrive gespeichert sind, werden diese Dateien wie gewohnt geöffnet und funktionieren weiterhin.
Nutzen Sie ein unterstütztes Gerät. Melden Sie sich auf einem beliebigen unterstützten macOS‑ oder anderen Gerät mit Ihrem vorhandenen Konto bei Microsoft 365‑Apps an. Ihre Inhalte stehen sofort für Sie bereit. In den Systemanforderungen finden Sie weitere Informationen.

Nun war es passiert. Ich startete Word und das Programm verlangte eine Anmeldung, wie es regelmäßig der Fall war. Ich probierte es aus und was passiert?

Da muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Eine eigentlich lauffähige Software wird dadurch, dass der Hersteller es bestimmt, nicht mehr lauffähig. Mir ist als Anwender klar, dass es nicht die aktuelle Software ist. Wir reden hier von Programmen zur Text- und Tabellenerstellung und -bearbeitung. Dass die neuesten Bugs … ‚t’schuldigung … Features nicht enthalten sind, ist sonnenklar. Bei Windows 10 reicht ja schließlich auch der Hinweis, dass es keine Sicherheitsupdates mehr gibt. Trotzdem bleibt es ja lauffähig.

Es trifft mich hier persönlich nicht sonderlich, weil ich gerade eh in der Umstiegsphase zu LibreOffice bin und eines Tages mein 365-Abo (wenn ich weiß, dass ich es beruflich nicht mehr brauche) kündigen werde. Aber die Bestimmung der Lauffähigkeit eines Programmes vom Abo-Modell und nicht von den eigentlichen Systemvoraussetzungen abhängig zu machen, finde ich eine Schweinerei. Ein Hinweis „Benutzung auf eigene Gefahr“ hätte vollkommen gereicht. Daher sage ich: VIELEN DANK für den weiteren Motivationsschub zum Umstieg auf OpenSource.

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